Patenprojekt Atiquizaya – PPA
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Der postalische Austausch mit den Schülerinnen und Schülern aus El Salvador gestaltet sich nicht immer einfach. Dennoch freuen wir uns sehr über Post und ganz besonders darüber, wenn wir Besuch von dort erhalten. Mit diesem Besuch erreichen uns dann oft mehrere Briefe aus den vergangenen Monaten. Mara Lena Pohlig hat für uns die Briefe gelesen und sie zusammengefasst.


Sie möchten als Pate auch Briefe lesen oder schreiben? Oder aber auch einfach „nur“ eine Brieffreundschaft übernehmen? Dann wenden Sie sich an uns unter: info@ppa-patenprojekt.de.  Mara Lena Pohlig sowie SchülerInnen des Friedrich-Engels-Gymnasiums, Berlin, unterstützen die Übersetzungen und organisieren den Transfer der Briefe nach El Salvador.

Post von Josué Alexander D. / 05. Oktober 2011

Brief von Yoselin Lizeth E. S. / Oktober 2011

Post aus El Salvador!

September 2014

„Wie schön ist es zu lieben und geliebt zu werden- aber mindestens genau so schön ist es, an der Uni studieren zu können und einen Abschluss zu machen.“ Das schreibt eine unserer Studentinnen, die aufgrund ihrer guten Noten in der Schule und durch die Spenden unserer Paten jetzt studieren kann. Zahlreiche schön gestaltete Briefe und Bilder von den Patenkindern in El Salvador haben uns erreicht und wir erhielten dadurch stellvertretend für alle Paten zahlreiche Danksagungen, Glücks- und Segenswünsche.

José Miguel z.B. meint: „Ich kann die Oberstufe besuchen, was ohne PPA nicht möglich wäre“ und Xiomara Eugenia unterstreicht: „Ihre Hilfe ist für mich sehr wichtig!“. Laura Liseth erzählt uns darüber hinaus z.B. auch, dass die gemeinnützige Arbeit, die in Atiquizaya für den Erhalt eines Stipendiums eine der Bedingungen ist, ihr Spaß  macht: „Seit ich bei APOKAM bin, interessiere ich mich auch mehr für die Umwelt: das Projekt der Wiederaufforstung, die Gärtnerei. Bei den Treffen kann ich auch andere Schüler aus dem Projekt kennen lernen und mit ihnen eine schöne Zeit verbringen.“ Auch über die Interessen, Lebensumstände und Träume unserer Patenkinder haben wir über die Briefe ein paar Eindrücke erhalten. Z.B. ist der Tanzkurs, der von PPA mitfinanziert wird,  bei einigen Mädchen sehr beliebt und es gibt immer wieder kleine Aufführungen, bei denen sie ihr Können zeigen. Manche zeichnen gerne und gut, was sie auch in den Briefen verwirklichten. Andere schrieben, dass sie sich für spezielle Themen wie Geschichte oder Rechnungswesen (nicht nur als Schulfächer) am meisten interessierten. Es wurde auch deutlich, dass es ein Wunsch von vielen ist, nach der Schule studieren zu können, was bei den sozioökonomischen Verhältnissen aller Kinder aus dem Projekt alles andere als selbstverständlich ist. Julio César schreibt: „Mein Ziel ist es, das Abitur zu schaffen und weiterzukommen im Leben, eine gute Stelle zu finden, das würde meine Mutter sehr stolz machen.“ Er wohnt so, wie sich hier ein mancher seinen Wohnort erträumt: „Von meinem Zuhause aus sieht man rundherum nur Berge, Fincas und Tiere verschiedenster Art.“

Wir antworten erst einmal allen fleißigen Schreibern und freuen uns schon auf die nächste Post!


Brief von Rosa Amalia S. G.  / Oktober 2011   -   Übersetzung von Ela und Lea, Klasse 10a


Post aus Atiquizaya! Briefe 2015


Im Sommer 2015 haben die Kinder aus dem Patenprojekt wieder Briefe und kleine Geschenke geschickt, die mit unserer 4-köpfigen Reisegruppe nach Deutschland mitgenommen werden konnten. Es erreichten uns - stellvertretend für alle Unterstützer!- zahlreiche Danksagungen mit Briefen, Zeichnungen, Bildern und guten Wünschen.


Die Kinder- und Jugendlichen sowie Studenten bedankten sich abermals für die Unterstützung und betonten, dass die Projekte unserer Partnerorganisation APOKAM, wie das Bäume pflanzen, die Gartenarbeit oder künstlerisch-handwerkliche Arbeiten sie sehr bereichern.


Josué Miguel war fasziniert davon, wie sich Menschen für andere in der Ferne engagieren können und schreibt: „Manchmal frage ich mich, wie man dazu kommt, sich für andere, die so weit weg wohnen, zu engagieren. Das müssen Menschen mit gutem Herzen sein, denke ich mir.“


Viele der Beteiligten schreiben von ihren Noten und Anstrengungen, die meisten wünschen sich, einmal auf die Universität gehen zu können, andere würden gerne einmal Deutschland kennen lernen.


Joselin Idaria schreibt von ihrem Alltagsleben und beschreibt, dass sie Mais ernten konnten und die Regenzeit bevor steht. Ihre und viele andere Eltern sind Bauern und arbeiten auf Feldern oder Plantagen.


Der Schulweg von den Gebieten außerhalb des Ortes Atiquizaya ist oft auf dem Fußweg zu bestreiten und lang und staubig und Fabiola erzählt von ihrem Großvater, der sie aufzieht, weil ihre Mutter schon vor vielen Jahren in die USA ausgewandert ist.


Wir bedanken uns herzlich für die vielen netten Zeilen und Eindrücke, die wir auch stellvertretend für alle Unterstützer von PPA e.V. beantwortet haben!


Die Lebensbedingungen sind für viele von uns hier in Deutschland noch immer unvorstellbar. Daher hoffen wir für all diese Kinder- und Jugendlichen, dass Sie uns weiterhin unterstützen, damit wir unsere Bildungsprojekte aufrecht erhalten können.